Zwei Drittel aller pflegebedürftigen weiblich
Report des Deutschen Zentrums für Altersfragen erschienen
Frauen sind deutlich stärker von Pflegebedürftigkeit betroffen als Männer. Zu diesem Schluss kommt das Deutsche Zentrum für Altersfragen in seinem GeroStat Report Altersdaten vom März 2007.
Laut dem Bericht sind zwei Drittel aller Pflegebedürftigen weiblich, in der Altersgruppe ab 70 Jahren sind es sogar 74 Prozent. Damit beträgt die Pflegequote, also der Anteil an Pflegebedürftigen je Hundert, bei den Frauen 18,4 Prozent, bei den Männern dagegen lediglich 10,4 Prozent. Ein Beleg dafür, dass Frauen sehr viel stärker von Pflegebedürftigkeit betroffen sind als ihre männlichen Alterskollegen.
Risikofaktoren: Alter, Krankheit, Familienstand
Ausschlaggebend für diese Zahlen ist laut dem Report die Tatsache, dass die Lebenserwartung von Frauen über der von Männern liegt. Da der Pflegebedarf in der Regel mit zunehmendem Alter steigt, ist folglich das Pflegebedürftigkeitsrisiko bei Frauen höher.
Dieser Befund reicht laut GeroStat Report aber nicht aus, um die höhere Pflegequote bei Frauen zu begründen. Hier verweist der Bericht auf geschlechtsspezifische Krankheitsbilder. Demnach würden Frauen mehr an chronischen Krankheiten, die Pflegebedürftigkeit verursachen, leiden als Männer, während bei diesen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems relevant seien. Diese führten häufig zum frühzeitigen Tod und verursachten daher keinen Pflegebedarf.
Zudem gehen die Autorinnen davon aus, dass die Tatsache, dass Frauen in der Regel frühzeitiger verwitwet seien als Männer zu den höheren Quoten beiträgt. Schließlich werden die Quoten daraus berechnet, wer in eine der gesetzlich festgelegten Pflegestufen eingeteilt ist. Bei alleinstehenden Frauen im Alter wird nun davon ausgegangen, dass sie, sollte Pflegebedarf bestehen, weniger auf Hilfeleistungen aus dem häuslichen Umfeld zurückgreifen können und verstärkt auf externe Pflege angewiesen seien.
Weitere Informationen:
Der GeroStat Report Altersfragen 3/2007 steht auf den Seiten des Deutschen Zentrums für Altersfragen zum Download (pdf)
» www.dza.de







