
Fit im Job
Alterns- und altersgerechtes Arbeiten
Nicht nur für Mitarbeiter sind Gesundheit und Motivation Faktoren, die für ein angenehmes Arbeitsleben von hoher Bedeutung sind – auch Unternehmen steigern mit gesunden, qualifizierten und motivierten Mitarbeitern ihre Effizienz.
Wichtig für die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit sind viele Faktoren, die finnische Wissenschaftler in dem Modell "Haus der Arbeitsfähigkeit" zusammengefasst haben. Demnach haben neben » Aus- und Weiterbildung Faktoren wie Motivation, Gesundheit und körperliche, psychische oder soziale Arbeitsanforderungen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit.
Gefordert sind deshalb Arbeitgeber genauso wie Mitarbeiter, damit Unternehmen Rahmenbedingungen schaffen können, die ein alterns- und altersgerechtes Arbeiten ermöglichen. Der Gestaltungsspielraum, was Arbeitsplatzgestaltung, Arbeitszeitregelung oder Gesundheitsförderung betrifft, ist groß. Es bedarf also gemeinsamer Überlegungen, damit beide Seiten etwas davon haben.
Arbeitsplatzgestaltung
Nicht nur bei Älteren können äußere Umstände, die die Arbeit erschweren, auf Dauer zur Belastung werden. Einseitige Körperbelastung, Lärm oder schweres Heben sind nur einige Beispiele. Und dass einem nach einem Tag vor dem Bildschirm die Augen brennen und der Rücken schmerzt, wissen viele aus eigener Erfahrung.
Wichtig für die Arbeit am Bildschirm sind:
- Gut eingestellte Monitore
- Einbinden von Bewegung in die Arbeit
- Helle Räume
- Kurze, wiederholte Entspannungsphasen für die Augen (schließen, in die Ferne blicken)
Gegen Eintönigkeit und Monotonie
Aber nicht nur der Faktor Gesundheit ist von Bedeutung, um die Arbeitsfähigkeit zu erhalten. Motivation ist zum Einen wichtig für den Mitarbeiter, denn sich jeden Tag mit Unlust in die Arbeit zu begeben, macht auf Dauer unzufrieden. Zum Anderen brauchen aber auch Arbeitgeber motivierte Mitarbeiter, denn nur so bringen sie gute Ergebnisse. Gerade nach einer langen Zeit im Berufsleben sind viele Abläufe zur Routine geworden, Eintönigkeit schleicht sich ein, die Motivation sinkt.
Modelle, bekannt unter den Schlagworten "Job-Rotation", "Job-Enlargement" oder "Job-Enrichment" sind Beispiele dafür, wie dieser Entwicklung entgegengewirkt werden kann. Im wesentlichen handelt es sich dabei um verschiedene Herangehensweisen, die Arbeit inhaltlich anzureichern oder aufzuwerten und interessanter zu gestalten.
Arbeitszeitflexibilisierung
Häufig wünschen sich Ältere flexiblere Arbeitszeiten. Einerseits können sie so selbstbestimmter arbeiten, andererseits kann beispielsweise über Teilzeitregelungen ein fließender Übergang in den Ruhestand geschaffen werden. Je nachdem, was das Unternehmen unterstützt und was der Mitarbeiter wünscht, gibt es verschiedene Modelle der Arbeitszeitflexibilisierung. Dazu zählen:
- Klassische Teilzeitarbeit
- Telearbeit, das heißt das Arbeiten von zuhause
- Jobsharing, bei dem sich zwei Arbeitnehmer eine Stelle teilen
Weitere Informationen:
50plus – Ihre Erfahrung zählt: Broschüre der Bundesagentur für Arbeit (pdf)
» www.arbeitsagentur.de/BBZ-Fuenfzig-plus.pdf






