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Puzzleteile auf Tisch

Partner suchen und finden

Fisch sucht Fahrrad

Auf die Frage nach der Liebe seines Lebens antwortete Bernard le Bovier de Fontenelle, französischer Schriftsteller und Wegbereiter der Aufklärung: "Das kann ich nicht sagen. Ich bin erst fünfundneunzig." 

Denn auch in reiferen Jahren kann man sich neu verlieben, Schmetterlinge im Bauch verspüren und vielleicht sogar die Liebe des Lebens finden. Angesichts der Single-Zahlen dürfte es eigentlich nicht so schwierig sein, jemanden zu treffen, mit dem man auf einer Wellenlänge liegt und der ebenso auf der Suche ist wie man selbst. 

Laut den Ergebnissen des Mikrozensus 2005 des Statistischen Bundesamtes stieg die Zahl der Alleinstehenden gegenüber 1996 um 11 Prozent auf 15,7 Millionen. Das entspricht knapp jedem fünften Bundesbürger. Dabei lag aber das Durchschnittsalter bei den Männern mit 45,4 Jahren deutlich unter dem der alleinstehenden Frauen mit 59,8 Jahren. 

Zum Flirten in den Supermarkt  

Das Single-Angebot ist also vorhanden. Aber an welchen Orten soll man sich auf die Suche begeben, damit sie auch erfolgreich verläuft? In der Disko fündig zu werden ist für alle jenseits der 25 eher unwahrscheinlich, auch Single-Partys à la Fisch-sucht-Fahrrad sind vielleicht nicht das Optimum. Eine Kneipe könnte schon eher eine Lösung bieten - aber auch nur wenn der Altersdurchschnitt der Gäste in der Gegend der eigenen Lebensjahre liegt.  

Die besten Chancen, die neue Liebe kennenzulernen hat man laut einer 2007 von der Frankfurter Medienagentur MindShare veröffentlichten Studie am Arbeitsplatz und beim Einkaufen. Also: Zum Flirten in den Supermarkt – und zwar am besten samstags zwischen 11 und 16 Uhr. Denn um diese Zeit sind die Flirtchancen am höchsten, so die Studie. 

Außerdem sind Vereine, Theater und Treffen mit Freunden gute Gelegenheiten unter Menschen zu gehen und interessante Personen kennen zu lernen – vielleicht ist ja auch der beste Freund des Mannes der eigenen besten Freundin einen zweiten Blick wert. 

Selbst aktiv werden  

Wer nicht warten möchte, bis ihm die perfekte Partnerin oder der perfekte Partner zufällig an Fleisch- oder Käsetheke über den Weg läuft oder einem seinen Einkaufswagen an die Hacken schiebt, kann auch selbst aktiv werden. Die Möglichkeiten sind vielfältig: Zeitung, Internet oder die klassischen Partnervermittlungen bieten hier ihre Dienste an. Letztere nutzen laut der Zeitschrift tengo ein paar Tausend Menschen. In Zeitung und Internet dagegen ist die Auswahl an potenziellen Partnern schon größer – 6 Millionen suchen über Zeitung, 7,5 Millionen via Internet. Die Vor- und Nachteile der jeweiligen Angebote gibt es hier im Überblick: 

  • Partnervermittlungen sind gebührenpflichtig. Gegenüber anderen Medien haben sie den großen Vorteil, dass man seine Wünsche und Vorstellungen des neuen Partners (so denn man konkrete hat) angeben kann und die Agentur das passende Pendant sucht. Oder zumindest eine realistische Vorauswahl trifft.
  • Kontaktanzeigen in Zeitungen erfreuen sich nach wie vor hoher Beliebtheit. Achten sollte man hier auf das Medium in dem man sucht – so inserieren in den überregionalen Medien andere Typen Mensch als in den Lokalzeitungen, den ökologisch bewussten Partner findet man beispielsweise in Zeitschriften wie Schrot & Korn. Ob man selbst inseriert oder lieber auf Anzeigen antwortet ist sicher Typsache. Und wenn es nicht gleich beim ersten Mal klappt: Mehrmals probieren – irgendwann ist sicher der oder die Richtige dabei.
  • Das Internet erfreut sich immer größerer Beliebtheit – auch unter Älteren. So sind in der Gruppe der 50 bis 59-jährigen laut einer Studie von TNS Infratest 58 Prozent online. Kein Wunder also, dass auch Single-Börsen im Internet boomen und die Mehrzahl der Suchenden das Internet zur Kontaktaufnahme sucht. Übrigens gibt es spezielle Partnersuchbörsen für Ältere, die sich zumeist nicht nur auf die Suche nach Lebenspartner beschränken, sondern Reise-, Sport- oder  Konzertbegleitungen zueinander finden lassen. 

Präsentieren Sie ihre Schokoladenseiten!  

Wer eine Anzeige schaltet, ganz gleich ob auf einem Internetportal oder in einer Zeitung oder Zeitschrift, sollte bemüht sein, sich von seiner Schokoladenseite zu präsentieren. Eine Auflistung von Launen und Macken schreckt die Leserin oder den Leser zuverlässig ab. Ebenso sollte die Beschreibung des Wunschpartners oder der Wunschpartnerin positive Formulierungen enthalten. Das heißt aber nicht, dass der Annoncentext nicht ehrlich und den Tatsachen entsprechen verfasst sein soll – schon allein um die Peinlichkeit zu vermeiden, beim ersten Treffen erklären zu müssen, warum die beschriebenen "Beine bis zum Himmel" doch eher Krautstampfern gleichen.

Linktipps: 

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» www.charmage.de

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